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MBSZ Zürich - Blog

Das Wichtigste in Kürze

  • Vier Stufen, fünf Lehrgänge: Einstieg ohne eidgenössischen Abschluss, eidg. Fachausweis, eidg. Diplom und das HF-Studium. Die Stufe beschreibt das Niveau, die Lehrgänge liegen darunter.
  • Der Unterschied: Fachausweis = operative Umsetzung im Marketing. Eidg. Diplom = höchste Prüfungsstufe der höheren Berufsbildung, strategische Führung. HF = breites Studium mit Betriebswirtschaft, Strategie und Führung.
  • Effektive Kosten: Fachausweis ab rund CHF 5’605 und eidg. Diplom ab rund CHF 7’988 nach der Rückerstattung des Bundes. Beim HF-Diplom sind die Kantonsbeiträge bereits abgezogen: ab CHF 15’180, verkürzt beim üblichen Weg über 4 Semester CHF 11’580.
  • Zulassung: Der Fachausweis verlangt zwei Jahre Berufspraxis. Der reguläre HF-Lehrgang startet mit KV-, Detailhandels- oder Mediamatiker-EFZ auch ohne Berufserfahrung.
  • Standort: Zürich, 5 Gehminuten vom Hauptbahnhof, berufsbegleitend mit flexiblen Zeitmodellen und Livestream.

Du willst dich im Marketing weiterbilden und stehst vor mehreren Lehrgängen, die alle gut klingen. Praxiskurs, Online-Marketing-Diplom, Fachausweis, eidgenössisches Diplom, HF. Welcher davon für dich der richtige ist, entscheidet sich nicht am Lehrgang, sondern an deiner Ausgangslage. Dieser Artikel führt dich in vier Schritten dorthin: erst der Vergleich aller Wege nebeneinander, dann die Unterschiede im Detail, dann die effektiven Kosten und am Schluss ein Entscheidungsbaum, der dich von deiner heutigen Situation zum nächsten Schritt bringt.

Alle Wege im direkten Vergleich

Die Tabelle stellt die vier Wege nebeneinander. Alle Preise sind die aktuellen Lehrgangspreise der MBSZ, die Zeile darunter zeigt, was nach Bundes- und Kantonsbeiträgen effektiv bei dir hängen bleibt.

  Einstieg: Praxiskurse und iab-Lehrgang Marketingfachleute mit eidg. Fachausweis Marketingleiter:in eidg. Dipl. Dipl. Marketingmanager:in HF
Abschluss Praxiskurs-Zertifikat der MBSZ. Beim Lehrgang: MBSZ-Diplom plus iab-Zertifikat. Kein eidgenössischer Titel. Eidg. Fachausweis über die eidgenössische Berufsprüfung. Eidg. Diplom über die Höhere Fachprüfung. Dipl. Marketingmanager:in HF, Diplom einer Höheren Fachschule.
Dauer Praxiskurse 1 bis 2 Tage. Dipl. Online-Marketingfachleute MBSZ/iab: 4 Monate. 12 Monate, Start jeweils im März. 12 Monate, Start jeweils im Oktober. 3 Jahre (6 Semester). Verkürzt 2 Jahre (4 Semester).
Voraussetzungen Je nach Angebot mindestens eine abgeschlossene Berufslehre (EBA/EFZ) oder ein gleichwertiger Abschluss. Marketing-Berufspraxis wird nicht vorausgesetzt. Mindestens 2 Jahre Berufspraxis in Marketing, Werbung, Direct Marketing, Verkauf oder PR, dazu ein EFZ aus einer mindestens dreijährigen Lehre, ein Handelsmittelschul- oder Diplommittelschul-Diplom oder ein Maturitätszeugnis. Mit Berufsattest oder zweijähriger Lehre: 3 Jahre Praxis. Eidg. Fachausweis, Diplom einer anderen Höheren Fachprüfung, HF-Diplom oder Hochschulabschluss, dazu mindestens 3 Jahre Praxis in leitender oder objektverantwortlicher Funktion im Marketing. Mit KV-, Detailhandels- oder Mediamatiker-EFZ oder dem Diplom einer anerkannten Handelsmittelschule direkt ohne Berufserfahrung. Mit anderem EFZ oder Matura mit Wirtschaftsschwerpunkt: 2 Jahre Praxis im Marketing oder Verkauf bei mindestens 80%-Pensum. Sonst Sur-Dossier-Verfahren. Verkürzt: eidg. Fachausweis plus 2 Jahre kaufmännisch-betriebswirtschaftliche Praxis bei mindestens 80%-Pensum.
Kosten Praxiskurse je CHF 830. Dipl. Online-Marketingfachleute MBSZ/iab: CHF 4’530. ab CHF 11’210 ab CHF 15’976 ab CHF 15’180, verkürzt in der Regel CHF 11’580 (4 Semester zu CHF 2’895), jeweils inklusive Lehrmittelpauschale.
Effektiv nach Beiträgen Keine staatlichen Beiträge, es bleibt beim Kurspreis. ab rund CHF 5’605, nachdem der Bund bis zu 50% zurückerstattet. ab rund CHF 7’988, nachdem der Bund bis zu 50% zurückerstattet. Preis bleibt, weil die Kantonsbeiträge von CHF 2’200 pro Semester schon abgezogen sind. Keine zusätzliche Rückerstattung.
Anerkennung Schulabschluss der MBSZ, kein geschützter Titel und kein Titelzusatz. Eidgenössisch geschützter Titel. Seit 1. Oktober 2026 mit dem Titelzusatz Professional Bachelor. Eidgenössisch geschützter Titel, höchste Prüfungsstufe der höheren Berufsbildung. Seit 1. Oktober 2026 mit dem Titelzusatz Professional Master. Eidgenössisch anerkanntes HF-Diplom. Seit 1. Oktober 2026 mit dem Titelzusatz Professional Bachelor.
Zielgruppe Quereinsteiger:innen und Praktiker:innen, die eine konkrete Lücke schliessen oder digital Fuss fassen wollen. Berufsleute mit ersten Erfahrungen im Marketing, die ihre Kenntnisse vertiefen und sich für verantwortungsvollere Aufgaben qualifizieren wollen. Marketingfachleute mit eidg. Fachausweis und Führungserfahrung, die die Gesamtverantwortung für Strategie und Team übernehmen wollen. Berufsleute mit kaufmännischer Grundbildung, motivierte Quereinsteiger:innen und alle, die ein breites Management-Fundament suchen. Verkürzt: Inhaber:innen eines eidg. Fachausweises.

Vier Stufen, fünf Lehrgänge

Ein typischer Denkfehler bei der Wahl: Stufe und Lehrgang werden verwechselt. Die Stufe sagt, welches Niveau dein Abschluss hat. Der Lehrgang ist das konkrete Angebot, das dich dorthin bringt. In diesem Überblick verteilen sich fünf Marketing-Lehrgänge und drei Praxiskurse auf vier Stufen.

  • Stufe 1, Einstieg ohne eidgenössischen Abschluss: die Praxiskurse in Content Marketing, Social Media Marketing und Google Ads sowie der Lehrgang Dipl. Online-Marketingfachleute MBSZ/iab.
  • Stufe 2, eidgenössischer Fachausweis: Marketingfachleute mit eidg. Fachausweis.
  • Stufe 3, eidgenössisches Diplom: Marketingleiter:in eidg. Dipl. über die Höhere Fachprüfung.
  • Stufe 4, HF-Studium: Dipl. Marketingmanager:in HF, regulär über 6 Semester oder verkürzt für Personen mit Fachausweis.

Wichtig für die Einordnung: Stufe 4 steht nicht über Stufe 3. Das eidgenössische Diplom ist die höchste Prüfungsstufe der höheren Berufsbildung. Das HF-Diplom ist kein Prüfungsabschluss, sondern ein mehrjähriges Studium auf derselben Tertiärstufe. Die beiden Wege unterscheiden sich vor allem in der Ausrichtung.

Und so unterscheiden sich die drei eidgenössisch verankerten Abschlüsse inhaltlich: Der Fachausweis richtet sich an Fachpersonen mit Schwerpunkt auf der operativen Umsetzung von Marketingmassnahmen. Das eidgenössische Diplom setzt auf dem Fachausweis auf und zielt auf strategische Gesamtverantwortung und Führung. Das HF-Diplom vermittelt zusätzlich betriebswirtschaftliche Breite, von Finanzen über Recht bis Personal, und bereitet auf Fach- und Führungsaufgaben vor.

Vier Wege, ein Ziel: erst die Situation klären, dann den Lehrgang

Stufe 1: Einstieg ohne eidgenössischen Abschluss

Du kannst Marketing, aber dir fehlt der Nachweis für einen bestimmten Bereich. Oder du kommst aus einem anderen Feld und willst zuerst herausfinden, ob das Thema zu dir passt. Dann brauchst du keinen dreijährigen Lehrgang, sondern einen gezielten Baustein.

Die Praxiskurse dauern je nach Thema einen bis zwei Tage und kosten CHF 830. Du wählst präzise das Thema, das dir fehlt: Content Marketing, Social Media Marketing oder Google Ads.

Willst du das ganze digitale Fundament statt eines Einzelthemas, passt der Lehrgang Dipl. Online-Marketingfachleute MBSZ/iab. In 4 Monaten und für CHF 4’530 deckst du Strategie, Content, Social Media, SEO, SEA, E-Mail-Marketing und Webanalyse ab und schliesst mit einem Praxisprojekt. Du erhältst ein Diplom der MBSZ zusammen mit dem iab-Zertifikat, aber keinen eidgenössischen Titel. Für Quereinsteiger:innen und alle, die digital Fuss fassen wollen, ist das ein direkter Weg zu einem eigenen Portfolio.

Wichtig bei der Planung: Auf dieser Stufe gibt es keine staatlichen Beiträge, und die Kurse führen zu keinem geschützten Titel. Sie sind ein Baustein, kein Abschluss, mit dem du dich für Führungsaufgaben qualifizierst.

Stufe 2: Der eidgenössische Fachausweis

Sobald du einen staatlich anerkannten Abschluss willst, der schweizweit Gewicht hat, beginnt die Liga der eidgenössischen Titel. Der Einstieg heisst Marketingfachleute mit eidg. Fachausweis.

Der Lehrgang dauert 12 Monate, startet jeweils im März und kostet ab CHF 11’210. Im ersten Semester vertiefst du die Grundlagen, im zweiten bereitest du dich gezielt auf die eidgenössische Berufsprüfung vor. Dazu gehören zwei vollständig simulierte und bewertete schriftliche Prüfungen sowie eine mündliche Prüfungssimulation vor zwei Expert:innen mit direktem Feedback.

Wer zugelassen wird: Zur eidgenössischen Prüfung zugelassen wird, wer mindestens zwei Jahre Berufspraxis in Marketing, Werbung oder kommerzieller Kommunikation, Direct Marketing, Verkauf oder Public Relations mitbringt und dazu einen dieser Abschlüsse nachweist: ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis aus einer mindestens dreijährigen Lehre, ein Diplom einer staatlich anerkannten Handelsmittelschule, ein Diplom einer staatlich anerkannten mindestens dreijährigen Diplommittelschule oder ein Maturitätszeugnis. Mit einem Berufsattest oder einer zweijährigen Lehre brauchst du drei Jahre Berufspraxis in diesen Bereichen.

Für wen der Weg passt: für Berufsleute mit ersten Erfahrungen im Marketing, die ihre Kenntnisse vertiefen, sich für verantwortungsvollere Aufgaben qualifizieren und ihre Karriere im Marketing vorantreiben wollen.

Was danach möglich ist: Der Fachausweis öffnet dir anspruchsvollere Aufgaben im Marketing, verbessert deine Position auf dem Arbeitsmarkt und ist die Basis für eine weiterführende Spezialisierung oder ein Studium. Konkret heisst das an der MBSZ: Du kannst anschliessend in den verkürzten HF-Lehrgang einsteigen oder mit genügend Führungspraxis das eidgenössische Diplom anhängen. Seit dem 1. Oktober 2026 führst du zum geschützten Titel den Zusatz Professional Bachelor.

Der erste eidgenössische Titel: Marketingfachleute mit eidg. Fachausweis

Stufe 3 und 4: eidg. Diplom oder HF-Studium?

Du willst Marketing nicht nur machen, du willst es verantworten. Dafür gibt es an der MBSZ zwei Wege, die oft verwechselt werden. Beide führen in die Führung, aber über unterschiedliche Türen.

Marketingleiter:in eidg. Dipl.: der Prüfungsweg

Das eidgenössische Diplom über die Höhere Fachprüfung baut direkt auf dem Fachausweis auf. Der Lehrgang dauert 12 Monate, startet im Oktober und kostet ab CHF 15’976. Aufgebaut ist er wie beim Fachausweis: erst Grundlagen vertiefen, dann intensive Prüfungsvorbereitung mit simulierten schriftlichen und mündlichen Prüfungen.

Zugelassen wirst du mit einem eidgenössischen Fachausweis, dem Diplom einer anderen Höheren Fachprüfung, einem HF-Diplom oder einem Hochschulabschluss, dazu mindestens drei Jahre Praxis in leitender oder objektverantwortlicher Funktion im Marketing. Ohne einen dieser Abschlüsse führt eine zweite Variante zum Ziel: eidgenössisches Fähigkeitszeugnis aus einer mindestens dreijährigen Grundausbildung, zweijährige Verkaufslehre, Handelsmittelschul-Diplom oder Maturitätszeugnis, dazu mindestens sechs Jahre Berufspraxis im Marketing, davon drei in leitender oder objektverantwortlicher Funktion.

Karriereperspektiven: Gesamtverantwortung für Marketingstrategie und Umsetzung eines Unternehmens, Leitung von Marketingabteilungen mit Teams in Produktmanagement, Kommunikation oder Digital Marketing, sowie strategische Beratung von Unternehmen beim Aufbau und der Umsetzung ihrer Marketingstrategie. Seit dem 1. Oktober 2026 führst du zum geschützten Titel den Zusatz Professional Master.

Dipl. Marketingmanager:in HF: der Studienweg

Das Diplom einer Höheren Fachschule ist breiter angelegt. Über 6 Semester mit je vier Modulen lernst du Marketing und Konsumentenverhalten, Finanz- und Betriebsbuchhaltung, Unternehmen und Logistik, Kommunikation und Prozessmanagement, integrierte Kommunikation und Verkauf inklusive Digital Marketing, Human Resources, Recht und Wirtschaftsinformatik, strategisches Management, Volkswirtschaftslehre, Marktforschung und Projektmanagement, dazu Englisch. Zum Abschluss kommen ein externes Beratungsprojekt und die Diplomarbeit. Der Lehrgang kostet ab CHF 15’180.

Ohne Gesamtprüfung heisst nicht ohne Leistungsnachweis. Pro Semester absolvierst du vier Module. Zu jedem Modul gehören zwei Zwischenprüfungen, die du von zu Hause aus innerhalb einer Woche schreibst, wobei die bessere Note ein Drittel der Modulnote ausmacht. Die Modulprüfung findet vor Ort statt und zählt zwei Drittel. Je nach Modul kommen Modularbeiten oder Präsentationen dazu. Die Module schliesst du pro Semester ab, eine grosse Schlussprüfung über alle sechs Semester gibt es nicht.

Flexibel, aber mit Anwesenheitspflicht. Du entscheidest jede Woche neu, an welchen Tagen und in welcher Form du lernst, vor Ort oder per Livestream. Es gilt eine Anwesenheitspflicht von 80%, und als Anwesenheit zählt der Unterricht vor Ort oder im Livestream. Die Aufzeichnungen sind zum Nachholen und Repetieren da, sie ersetzen die Anwesenheit nicht.

Karriereperspektiven: Marketing Manager:in, Brand Manager:in, Projektleiter:in Marketing, Kommunikationsverantwortliche:r, Team- oder Bereichsleiter:in Marketing und Business Development Manager:in. Seit dem 1. Oktober 2026 trägt der Titel den Zusatz Professional Bachelor.

Hast du den Fachausweis bereits, gibt es den verkürzten HF-Lehrgang. Du überspringst die Grundlagen, die du im Fachausweis schon abgeschlossen hast, und steigst direkt in die strategischen und führungsrelevanten Module ein. In der Regel dauert das 4 statt 6 Semester. Die Semestergebühr beträgt CHF 2’895 inklusive Lehrmittel, beim üblichen Weg über 4 Semester sind das CHF 11’580. Den Abschluss unterscheidet nichts vom regulären Weg, auf dem Diplom steht nicht verkürzt.

Wann welcher Weg besser passt

Das eidgenössische Diplom passt, wenn du den Fachausweis schon hast, seit mindestens drei Jahren führst oder Objektverantwortung trägst und gezielt den Führungstitel im Marketing draufsetzen willst. Zwölf Monate, klarer Prüfungsfokus, kein Umweg über Module, die du längst beherrschst.

Das HF-Studium passt, wenn dir das betriebswirtschaftliche Fundament fehlt, du ohne Fachausweis starten willst oder musst, du Finanzen, Recht, Personal und Strategie mitnehmen willst und ein Studium mit laufenden Modulabschlüssen einer einzigen grossen Prüfung vorziehst. Auch für den Wechsel ins Marketing aus einer anderen Funktion ist die HF der bessere Einstieg, weil sie ohne einschlägige Fachprüfung offensteht.

Die Wege schliessen sich nicht aus. Das HF-Diplom ist selbst eine Zulassung zur Höheren Fachprüfung, du kannst das eidgenössische Diplom also auch nach dem HF-Studium anhängen.

In die Marketing-Leitung: eidg. Diplom oder HF-Diplom?

Was die Wege effektiv kosten

Der Listenpreis sagt wenig, weil der Staat auf zwei völlig verschiedene Arten mitzahlt. Wer die beiden Mechanismen verwechselt, rechnet sich einen Weg schön oder schlecht.

Fachausweis und eidgenössisches Diplom: der Bund zahlt dir zurück. Bei eidgenössischen Berufs- und Höheren Fachprüfungen erstattet der Bund bis zu 50% der anrechenbaren Kursgebühren direkt an dich. Ausgelöst wird die Rückerstattung, sobald du zur eidgenössischen Prüfung angetreten bist, unabhängig vom Ergebnis. Das Gesuch reichst du nach der Prüfung selbst ein. Konkret heisst das: Beim Fachausweis ab CHF 11’210 bleiben effektiv ab rund CHF 5’605, beim eidgenössischen Diplom ab CHF 15’976 effektiv ab rund CHF 7’988.

HF-Diplom: der Kanton zahlt vorher. Hier beantragst du keinen eigenen Bundesbeitrag. Dein Wohnkanton übernimmt CHF 2’200 pro Semester, und die MBSZ rechnet das direkt in den Preis ein. Die CHF 15’180 für den regulären und die CHF 11’580 für den verkürzten Lehrgang sind bereits die Nettobeträge inklusive Lehrmittelpauschale. Wohnst du in einem Kanton, der keine Beiträge leistet, oder im Ausland, erhöht sich der Betrag um CHF 2’200 pro Semester. Verwechsle die beiden Modelle nicht: Die 50%-Rückerstattung gibt es nur auf dem Prüfungsweg, nicht auf der HF.

Was zusätzlich dazukommt. Beim Fachausweis und beim eidgenössischen Diplom stellt die Trägerschaft der eidgenössischen Prüfung ihre Prüfungsgebühr separat in Rechnung, sie ist nicht im Lehrgangspreis enthalten. Beim HF-Lehrgang ist die Lehrmittelpauschale von CHF 265 pro Semester im ausgewiesenen Preis bereits enthalten. Bei den Praxiskursen und beim iab-Lehrgang gibt es keine staatlichen Beiträge, hier bleibt es beim Kurspreis.

Dein Entscheidungsbaum

Vier Ausgangslagen, vier nächste Schritte. Suche die Zeile, die deiner Situation heute am nächsten kommt.

  • Keine Marketing-Erfahrung → Praxiskurs für ein einzelnes Thema oder Dipl. Online-Marketingfachleute MBSZ/iab für das ganze digitale Fundament, beides ab abgeschlossener Berufslehre. Bringst du ein KV-, Detailhandels- oder Mediamatiker-EFZ mit, steht dir zusätzlich der reguläre HF-Lehrgang direkt offen, ohne Berufserfahrung.
  • Zwei Jahre Berufserfahrung im Marketing oder Verkauf → Marketingfachleute mit eidg. Fachausweis als erster eidgenössischer Titel. Willst du statt des Prüfungsfokus die betriebswirtschaftliche Breite, ist der reguläre HF-Lehrgang der passendere Weg.
  • Eidgenössischer Fachausweis vorhanden → Dipl. Marketingmanager:in HF verkürzt, in der Regel in 4 statt 6 Semestern. Oder direkt weiter Richtung eidgenössisches Diplom, sobald du die geforderte Führungspraxis mitbringst.
  • Führungs- oder Objektverantwortung seit mindestens drei Jahren → Marketingleiter:in eidg. Dipl., der Führungstitel über die Höhere Fachprüfung, in 12 Monaten. Vorausgesetzt ist zusätzlich ein Fachausweis oder ein HF- oder Hochschulabschluss, alternativ eine Berufslehre oder Matura mit insgesamt sechs Jahren Marketingpraxis.

Wer vor allem auf den Lohn schaut, findet die Zahlen und den Karriereblick im Beitrag Weiterbildung Marketing: Lohn- und Karriere-Check.

Wie die Abschlüsse aufeinander aufbauen

Kein Abschluss ist eine Sackgasse. Die Wege lassen sich kombinieren, und jeder Schritt zählt für den nächsten.

  • Fachausweis → eidgenössisches Diplom: der klassische Aufstieg innerhalb der Prüfungswege. Voraussetzung sind drei Jahre Praxis in leitender oder objektverantwortlicher Funktion im Marketing.
  • Fachausweis → verkürzte HF: in der Regel 4 statt 6 Semester. Anerkannt werden die eidgenössischen Fachausweise als Marketingfachleute, Verkaufsfachleute und Technische Kaufleute, weitere Vorbildungen prüft die Schulleitung im Sur-Dossier-Verfahren. Dazu kommen zwei Jahre kaufmännisch-betriebswirtschaftliche Praxis bei mindestens 80%-Pensum.
  • HF-Diplom → weiter: danach kannst du das eidgenössische Diplom als Marketingleiter:in anhängen, ein Nachdiplomstudium HF absolvieren, einen CAS besuchen oder je nach Hochschule in ein verkürztes Bachelor-Studium einsteigen.
  • Seit 1. Oktober 2026 der Titelzusatz: Fachausweis und HF-Diplom tragen den Zusatz Professional Bachelor, das eidgenössische Diplom den Zusatz Professional Master. Der Zusatz gilt rückwirkend für alle Absolvent:innen, wird immer zusammen mit dem geschützten Titel geführt und ersetzt ihn nicht. Details dazu stehen im Beitrag Professional Bachelor seit 1. Oktober 2026.

Lehrgang & Karriere-Optionen

Marketingfachleute mit eidg. Fachausweis

Der erste eidg. Titel: 12 Monate, Start März, ab CHF 11’210. Effektiv ab rund CHF 5’605 nach der Rückerstattung des Bundes.

Zum Fachausweis

Dipl. Marketingmanager:in HF

Das breite Management-Studium über 6 Semester, ab CHF 15’180 mit bereits abgezogenen Kantonsbeiträgen. Mit KV-, Detailhandels- oder Mediamatiker-EFZ ohne Berufserfahrung startbar.

Zum HF-Diplom

Dipl. Marketingmanager:in HF verkürzt

Mit eidg. Fachausweis in der Regel in 4 statt 6 Semestern zum gleichen HF-Diplom, CHF 2’895 pro Semester, bei 4 Semestern CHF 11’580.

Zum verkürzten Lehrgang

Marketingleiter:in eidg. Dipl.

Der Führungstitel über die Höhere Fachprüfung: 12 Monate, Start Oktober, ab CHF 15’976. Effektiv ab rund CHF 7’988 nach der Rückerstattung des Bundes.

Zum eidg. Diplom

Dipl. Online-Marketingfachleute MBSZ/iab

Das digitale Fundament in 4 Monaten, CHF 4’530. Strategie, Content, Social Media, SEO und SEA.

Zum Online-Marketing

Kurz & Bündig: Die wichtigsten Fragen

Beide gehören zur höheren Berufsbildung auf der Tertiärstufe, ein direkter Rangvergleich führt in die Irre. Der Fachausweis ist ein Prüfungsabschluss mit Fokus auf die operative Umsetzung und dauert 12 Monate. Das HF-Diplom ist ein mehrjähriges Studium mit betriebswirtschaftlicher Breite. Praktisch gilt: Der Fachausweis ist die Eintrittskarte in den verkürzten HF-Lehrgang, die beiden bauen also aufeinander auf.

Das hängt davon ab, wie viel Zeit du investieren willst. Für einen schnellen, konkreten Einstieg sind die Praxiskurse und der Lehrgang Dipl. Online-Marketingfachleute MBSZ/iab gedacht, beide ohne Praxisvoraussetzung. Willst du direkt einen anerkannten Abschluss, ist der reguläre HF-Lehrgang der Quereinsteiger-Weg: Mit KV-, Detailhandels- oder Mediamatiker-EFZ startest du ohne zusätzliche Berufserfahrung. Der Fachausweis dagegen verlangt zwei Jahre Praxis im Marketing- oder Verkaufsumfeld und kommt deshalb meist erst danach.

Ja, und du sparst dabei Zeit. Mit einem eidgenössischen Fachausweis als Marketingfachleute, Verkaufsfachleute oder Technische Kaufleute steigst du in den verkürzten Lehrgang ein und überspringst die Grundlagen, die du schon abgeschlossen hast. In der Regel dauert das Studium dann 4 statt 6 Semester. Andere Fachausweise und gleichwertige Vorbildungen prüft die Schulleitung im Sur-Dossier-Verfahren.

Alle Lehrgänge laufen berufsbegleitend. Welche Tage und Zeitvarianten ein Lehrgang anbietet, siehst du in den Startdaten auf der jeweiligen Kursseite. Beim HF-Studium entscheidest du jede Woche neu, an welchen Tagen und ob du vor Ort oder im Livestream dabei bist. Rechne mit einer Anwesenheitspflicht von 80%, wobei sowohl der Unterricht vor Ort als auch der Livestream als Anwesenheit zählen. Die Aufzeichnungen sind zum Nachholen und Repetieren da und ersetzen die Anwesenheit nicht.

Das HF-Diplom ist nicht dasselbe wie ein akademischer Bachelor: Die Höhere Fachschule ist praxisorientiert und berufsbegleitend, ein Bachelor an Fachhochschule oder Universität ist wissenschaftlich ausgerichtet. Je nach Hochschule ist danach aber ein verkürztes Bachelor-Studium möglich. Ebenso offen stehen dir ein Nachdiplomstudium HF, ein CAS oder das eidgenössische Diplom als Marketingleiter:in.

Nächste Schritte

Vier Stufen, fünf Lehrgänge, eine Ausgangslage: deine. Wenn du nach dem Entscheidungsbaum immer noch zwischen zwei Wegen stehst, liegt es oft an einem Detail im Lebenslauf, etwa an anrechenbaren Vorbildungen oder an der Frage, ob deine Praxis als leitende Funktion zählt. Genau das klären wir in einem Gespräch: Wir prüfen deine Zulassung, zeigen dir den direkten Weg zum passenden Abschluss und rechnen dir die Finanzierung durch, die für dich gilt.

Valentino Prizzi, Gesamtschulleiter MBSZ

Geschrieben von

Valentino Prizzi

Gesamtschulleiter, MBSZ


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